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Zips - Zipser Burg, Zipser Kapitel und Žehra

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Zipser Burg (Spišský hrad) und Spišské Podhradie (Kirchdrauf)
Zipser Kapitel (Spišská Kapitula)
Heilig-Geist-Kirche (Kostol sv. Ducha) in Žehra
Levoča

Bilderarchiv
Zipser Burg und Spišské Podhrahie
Zipser Kapitel
Žehra

Begründung der Aufnahme (1993):

  • Erbe von besonderer menschheitsgeschichtlicher Bedeutung

Zipser Burg (Spišský hrad) und Kirchdrauf (Spišské Podhradie)

16 Kilometer östlich von Levoča erhebt sich auf einem 634 Meter hohen Travertinhügel die imposante Zipser Burg (Spišský hrad). Mit über 4 ha Fläche gehört die Burg mit ihren 5 Burghöfen zu den größten Burganlagen Europas. Zu ihrer Glanzzeit (13. - 15. Jh.) sollen hier bis zu 2000 Menschen gelebt haben. Urkundlich wird die Burg erstmalig im Jahre 1209 erwähnt, wie archäologische Funde jedoch belegen, war der Hügel bereits im 5. Jh. v. Chr. besiedelt. Im Sommer finden am Burghang Ritterfestspiele, Freilichtkonzerte und andere mittelalterliche Veranstaltungen statt. Auskunft erteilt das Informationsbüro der Stadt Levoča (www.levoca.sk/deu/deutch.htm).

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg, die sich grob in drei Ebenen gliedern lässt, immer wieder erweitert und umgebaut. Die intensivste Bautätigkeit erfuhr die Festung im 15. Jh. unter Ján Jiska. Auftraggeberin war die Witwe Albrecht II. von Habsburg (1397 - 1439) Elisabeth von Luxemburg, die energisch die Rechte ihres erst wenige Monate alten Sohnes Ladislaus Postumus (1440-57) vertrat. Die Burg blieb bis 1465 in königlichen Besitz, in späteren Jahrhunderten wechselte sie jedoch des öfteren ihren Besitzer. Prominente Herren des Anwesens stammten aus den Adelsgeschlechtern der Thurzo, Zápolya oder Csáky. Diese bauten vorwiegend den oberen Teil der Anlage aus. So richtig heimisch jedoch fühlte sich in den Gemäuern scheinbar niemand, was dazu führte, dass die Festung gegen Ende des 18.Jh. von ihren Eigentümern verlassen wurde. Was weder Tartaren, Mongolen, Osmanen noch anderen Angreifern gelang, vollbrachte schließlich 1780 ein verhehrender Brand: große Teile der Zipser Burg fielen den Flammen zum Opfer.

Seit 1970 wird die Burg systematisch renoviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In den Mauern des Zápolypalasts auf der obersten Ebene der Anlage befindet sich heute ein Museum. Hier wird die Geschichte des Hügels von der vorchristlichen Zeit bis zum Ende des Mittelalters anschaulich dargestellt. Daneben befindet sich eine Waffensammlung, wer es gerne etwas gruselig hat, kann auch die alte Folterkammer bestaunen.

4 km von der Burg entfernt liegt das kleine Städtchen Spisske Podhrahie (Kirchdrauf). Der slowakische Name der Ortschaft lässt sich frei mit "unter der Zipser Burg" übersetzen. Bereits in der Jungsteinzeit (5. Jt. v. Chr.) siedelten sich in der Region Menschen an. Die Geschichte der Stadt hängt eng mit der Geschichte der Zipser Burg und des Zipser Kapitels zusammen, deren Bedienstete zum größten Teil hier lebten. Im 15. Jh. erhielt Spisske Podhrahie Marktrechte. Besonders sehenswert ist die Kirche der Geburt der Jungfrau Maria (Farský kostol Narodenia Panny Márie) aus dem 13. Jahrhundert.

Zipser Kapitel (Spišská Kapitula)

Nur einen Kilometer von Spišské Podhrahie entfernt liegt das Zipser Kapitel (Spišská Kapitula), das über Jahrhunderte geistliche Hochburg der Deutschen in der Region war. Im Jahre 1198 gründeten Deutsche Siedler den kleinen Vorort von Kirchdrauf. Die frühromanische St. Martinskathedrale (Katedrála sv. Martina) wurde in den Jahren 1245 bis 1273 erbaut. Nur fünf der einst dreizehn prächtigen Altäre sind heute noch erhalten. Besonders sehenswert sind der Hauptaltar aus dem 15. Jahrhundert, sowie der Marienkrönungsaltar. Über dem Nordeingang und unterhalb des einzigen erhaltenen romanischen Fenster der Kathedrale zeigt eine gut erhaltene Freske die Krönungszeremonie König Karl Alberts von Anjou (1317). Die Grabkapelle der Familie Zápolya wurde 1493 angebaut.

Kaiserin Maria Theresia erhob 1776 die Propstei zum Bischofssitz. Von 1815 bis 1950 beherbergte das Kapitel auch ein Priesterseminar. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der gesamte Komplex verstaatlicht, erst nach dem Ende der kommunistischen Zeit wurde es im Jahre 1989 an die Kirche zurückgegeben. Heute leben hier zumeist Geistliche, die ihren Ruhestand im Zipser Kapitel verbringen.

Heilig-Geist-Kirche (Kostol sv. Ducha) in Žehra

Rund 22 km östlich von Levoča am Fuße des Dreveník liegt die Heilig-Geist-Kirche (Kostol sv. Ducha) des kleinen Örtchens Žehra (Schigre). Das frühgotische Gotteshaus aus weißgetünchten Travertinsteinmauern und einer überdimensionalen Zwiebelkuppel entstand bereits im Jahre 1245. Die Fresken im Inneren der Kirche gleichen einem Bilderbuch, byzantinische und italienische Einflüsse sind unverkennbar. Nach einer großen Pestepidemie wurden sie auf Anordnung der Obrigkeit mit Kalkfarbe übermalt, unter der sie drei Jahrhunderte verdeckt blieben. Ebenfalls sehenswert sind ein Taufstein aus dem 13. Jh. und ein der Hl. Rosalia geweihter barocker Altar. Sollte die Tür verschlossen sein, gibt ein mehrsprachiges Hinweisschild an der Eingangstür Auskunft darüber, bei wem der Schlüssel gerade hinterlegt wurde (meistens ist dies beim Dorfpfarrer, der gerne aufschließt und nähere Auskünfte erteilt).


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Die Zipser Burg
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Das Zipser Kapitel (Spišská Kapitula)
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Die Umgebung der Zipser Burg
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