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Slowakei - Poprad

Fotoarchiv Poprad - Spišská Sobota

Poprad (deutsch Deutschendorf) - am Rande der Hohen Tatra liegt das 53.000 Einwohnerstädtchen Poprad. Poprad hat sich in den Jahren nach dem Ende des sozialistischen Regimes zu einem kleinen aber wichtigen touristischen Zentrum gemausert. Aufwändig wurden die Kulturdenkmäler der Stadt fein säuberlich renoviert, so mancher mag sich fragen, ob die Farbe an den Kirchen, Museen und barocken Häusern um den Hauptplatz (nám. sv. Egídia) schon getrocknet ist. Poprad hat sich auf eine steigende Touristenzahl eingestellt. Eine erstklassige Infrastruktur soll den Gästen die Anreise und den Aufenthalt erleichtern. Die moderne Straßenbahn sorgt für eine schnelle und bequeme Anbindung an die etwa 15 km nördlich gelegene Hohe Tatra. Vier Kilometer westlich der Stadt liegt der höchste zivile Flughafen Europas (718 m), der Poprad-Tatry-International Airport (Medzinárodné letisko Poprad-Tatry). Der eiserne Vorhang liegt weit zurück, die grauen Plattenbauten stören die Poprader nicht, Poprad blickt selbstbewusst nach vorne ! Auch der Traum von Olympischen Winterspielen in der Region wird schon mal laut geträumt.

Bereits im 13. Jh gegründet, war Poprad über Jahrhunderte hinweg ein kleines, unbedeutendes Provinznest. Erst mit der Anbindung an die 1871 gegründete Bahnlinie zwischen Bohumín und Košice im Jahre 1908 begann der allmähliche Aufschwung der Stadt. Nur langsam trat Poprad aus dem Schatten ihrer großen Schwestern Levoča und Kežmarok, kulturell und historisch kann und konnte sie mit diesen nicht richtig mithalten. Dennoch ist Poprad mehr, als nur eine wichtige Station auf dem Wege zur Hohen Tatra. Die Kirche des Hl. Ägidius (Kostol sv. Egídia) weist in ihrem Inneren Wandmalereien aus der zweiten Hälfte des 15. Jh. auf. Die Bildnisse der Hl. Drei Könige und des Jüngsten Gerichts vor der Kulisse der Hohen Tatra sind die ältesten erhaltenen Darstellungen der Tatra. Die Glocken im benachbartem freistehenden Turm sind noch die originalen aus dem Jahre 1658.

Die ehemals eigenständige kleine Ortschaft Spišská Sobota ist heute der wohl schönste Stadtteil Poprads und ein prächtiges Beispiel mittelalterlicher Architektur. Einst von sächsischen Siedlern gegründet, die es Georgenberg nannten, bietet es die schönsten Kulturdenkmäler der Stadt. Direkt am alten Markt steht das wichtigste Denkmal Spišská Sobotas, die St. Georgskirche (Kostol sv. Juraja). Die im 13. Jahrhundert erbaute gotische Kirche besitzt insgesamt sechs kostbare Flügelaltare. Besondere Beachtung verdient der Hauptaltar aus der Hand Paul von Leutschaus (Majster Pavol z Levoče) dem bedeutendsten Kunstschnitzer des Landes. Direkt neben dem Gotteshaus steht der 1598 fertiggestellte Glockenturm, der im Jahre 1728 aufwändig umgearbeitet wurde.

Eine weitere Attraktion der Stadt ist das 2004 eröffnete AquaCity, einer der größten und luxuriösesten Wellnesstempel Europas. AquaCity ist fast schon eine eigene kleine Stadt. Einkaufsläden, Restaurants, Bars, Thermal- und Freizeitbäder lassen dem Besucher kaum Wünsche offen.


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