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Mexiko - Die Ruinen von Chichén Itzá

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Begründung der Aufnahme (1988):

  • Meisterwerk menschlicher Schöpferkraft
  • Zeugnis kulturellen Austauschs
  • Zeugnis einer Kultur

Chichén Itzá gehört zu den bedeutendsten und größten Städten der Mayas. Die Ruinenstadt wurde mit Hilfe von staatlichen Geldern aufwändig restauriert und zieht heute Besucher aus aller Welt an. Die einstige Hochburg der Maya, heute ein phänomenales Zeugnis einer vergangenen Hochkultur, liegt auf der Halbinsel Yucatán, etwa 120 km östlich von Mérida. Seit 1988 werden die Ruinen von Chichén Itzá zum Weltkulturerbe gezählt. Chichén Itzá ist auch eines der "sieben neuen Weltwunder", über die mehr als 100 Mio. Teilnehmer zwischen September 2006 und Juli 2007 abstimmten. Die UNESCO distanziert sich jedoch ausdrücklich von der Aktion (und wir tun es ihr gleich).

Das historische Zentrum von Puebla
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Archäologische Funde deuten darauf hin, dass Chichén Itzá bereits um 450 n. Chr. von Zuwanderern aus dem südlichen Teil des Landes gegründet wurde. Ihre Blütezeit begann jedoch erst einige Jahrhunderte später, gegen Ende des Klassikums um 800 n. Chr. Während andere bedeutende Mayastätten zu diesem Zeitpunkt verlassen wurden, geriet Chichén Itzá immer mehr unter den Einfluss zentralamerikanischer Emigranten, die die Stadt zu einer glanzvollen postklassischen Renaissance führten.

Die aus Tula vertriebenen Tolteken ließen sich um 1000 n. Chr. in Chichén Itzá und der Umgebung nieder. Die bis dahin friedlich lebenden Maya wurden mit den kriegerischen Tolteken konfrontiert, die schon bald die Herrschaft der Hohenpriester ablösten. Um 1300 n. Chr. musste Chichén Itzá ihre Führungsrolle auf Yucatán an Mayapán abgeben. Das einst so prächtige Reich der Maya zerfiel mehr und mehr in kleine, kriegerische Fürstentümer. Chichén Itzás allmählicher Untergang war besiegelt. Die spanischen Eroberer hatten somit leichtes Spiel: Chichén Itzá war zum Zeitpunkt ihres Eintreffens bereits weitgehend verlassen.

Sehenswürdigkeiten in Chichén Itzá:

Hauptattraktion in Chichén Itzá ist zweifellos das Castillo, die Pyramide des Kukulkán. Das Bauwerk erhebt sich auf einem quadratischen Grundriss mit 55 m Seitenlänge an der Basis auf eine Höhe von 24 m. Zu der Plattform führen jeweils eine Treppe an jeder Seite der Pyramide. Ihre je 91 Stufen ergeben mit der Plattform 365 Stufen, eine für jeden Tag des Jahres. Die Treppe an der Nordseite ist kunstvoll mit Schlangenköpfen verziert. Beim Sonnenstand der Tag- und Nachtgleiche scheint sich ein riesiges Ungeheuer um das Bauwerk zu schlängeln, ein Zeugnis meisterhafter architektonischer und astronomischer Leistung. Das Castillo ummantelt eine kleinere Pyramide, deren Inneres durch einen Tunnel zugänglich ist. Sie beherbergt einen guterhaltenen Tempel, in dem man eine Chac-mool-Figur sowie den berümten Jade-Jaguar fand.

Wie das Castillo ist auch der östlich gelegene Kriegertempel (Templo de los Guerreros) eine Überbauung einer kleineren Pyramide. Über eine steile Treppe gelangt man zu der 11,5 m hoch gelegenen Tempelplattform. Heute erinnern Säulen an lang gestreckte Hallen, die den Kriegertempel an zwei Seiten umgaben.

Die Heilige Cenote (Cenote Sagrado) ist ein mit Wasser gefüllter Erdfall mit steilen Wänden. Sie misst einen Durchmesser von 60 m. Auf ihren Grund, in etwa 40 m Tiefe, fand man zahlreiche Opfergaben, neben Keramik, Edelsteinen und Edelmetallen auch 50 menschliche Skelette. Vermutlich wurden in Notzeiten hier dem Regengott Chac Menschen geopfert.

Der 168 m lange und 70 m breite Ballspielplatz wird an Seinen Längsseiten von zwei 8 m hohen Mauern begrenzt. Kunstvoll verzierte Steinbänke bilden die "Tribüne". Besonders bemerkenswert ist das Relief an einer der mittleren Bänke, das prachtvoll gekleidete Spieler zeigt, deren erster den abgeschlagenen Kopf eines Gegners in Händen hält. An den beiden Enden stehen auf Plattformen etwas erhöhte Tempel, an dem der östlichen Längswand der Jaguartempel. Im Inneren des Jaguartempels befinden sich noch die Reste von Wandmalereien mit Darstellungen vom Verlauf der Spiele.

Über einen schmalen Gang , der sich um die Mauern des Schneckenhauses (Caracol) schmiegt, gelangt man zu dessen Obergeschoss. Aller Wahrscheinlichkeit nach diente der runde Turm den Priestern einst als astronomisches Observatorium.

Das Nonnenhaus (Edificio de las Monjas) ist ein höchst eindrucksvoller Komplex im Puuc-Stil. Seine Fassaden sind prunkvoll mit Chac-Masken verziert.


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